Landesklinik Salzburg
Die Gründung des St. Johanns-Spitals im Jahre 1695 geht auf eine Stiftung des Fürsterzbischofes Johann Ernest Graf Thun zurück. Er ließ das Schloß Müllegg niederreißen - nur das Müllegger Tor blieb erhalten - und erbaute an dessen Stelle das St.Johanns-Spital.
Den Mittelpunkt der baulichen Anlage stellt die von Barockbaumeister Fischer von Erlach entworfene Spitalskirche dar. An diese angeschlossen sind die beiden Seitentrakte, in denen damals für etwa 20 bis 30 Kranke je ein Bettensaal zur Verfügung stand. 1754 wurde eine Apotheke eingerichtet und gegen Ende des Jahrhunderts die Trennung in eine medizinische und eine chirurgische Abteilung vorgenommen. Die Anlage des Spitales und die medizinische Versorgung der Kranken - es war damit vorwiegend der jeweilige Leib- und Hofmedicus des Fürsterzbischofes betraut - entsprachen den Bedürfnissen der Zeit. Im Laufe des 19. Jahrhunderts trat, bedingt durch die stürmischen Fortschritte der Medizin, die ärztliche Behandlung immer mehr in den Vordergrund. Aber erst mit der Einführung von Asepsis und Narkose kam es um die Jahrhundertwende zu einer umfassenden medizinischen und baulichen Weiterentwicklung des St. Johanns-Spitals. Der Bau einer Augenabteilung, einer Frauenklinik, eines Kinderspitals und anderer Objekte führte zu einer wesentichen Vergrößerung des Krankenhauses.
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